Sammeltransport.

Klatschmohn und andere Farbtupfer.

Die Großeltern hatten die Familie zum Pfingsttreffen zusammengetrommelt. Das sommerliche Wetter passte hervorragend, um sich den ganzen Tag an der frischen Luft aufzuhalten und den verschiedensten kulinarischen Genüssen zu frönen. Für die Kinder wurde die alte Zinkbadewanne aus ihrem Winterschlaf erweckt und kurze Zeit später plantschte und quiekte der Nachwuchs aus dem Wasserbehälter. Alle waren zufrieden. Zumindest fast.

Mich lockten meine Kamera, der Wald und die Felder ringsherum mit dem Gesumme und Gebrumme der immer emsigen Bienen und Hummeln. Die Rapsfelder waren schon verblüht, das satte Gelb war dem blassen Grün der Schoten gewichen, in denen die kleinen schwarzen Rapskörner heranreiften. Der Weizen wiegte sich leicht im Wind. Am Feldrain kämpften der rote Klatschmohn, die dunkelblauen Kornblumen und die gelbweiße Kamille um die farbliche Vorherrschaft.

Etwas weiter am Waldrand blühten die Brombeeren und ließen eine reiche Ernte erahnen.  Mitten im Wald, am kleinen Bach sonnten sich Libellen auf den ins Wasser hängenden Zweigen der Bäume. Es war fast wie im Märchen. Die Natur hatte mich verzaubert.

Doch der Hunger trieb mich wieder in die heimischen Gefilde, wo mich auch schon der Duft gebratenen Fleisches erwartete, denn als Beute hatte ich nur ein paar Fotos mitgebracht.

Die Fotos zum Anschauen: Hier klicken.

Auf der Suche nach dem Vulkan.

In der Nähe von Großenhain, zwischen Colmnitz und Bauda, nur ein paar hundert Meter von der B 98 entfernt, ragt der Colmnitzberg unscheinbar zwischen den Feldern empor. Vor 280 Millionen Jahren war die kleine Anhöhe noch ein explosiver Vulkan. Von Kirschbäumen umsäumt, findet man im Inneren einen Weiher, der vor 30 Jahren noch ein geheimer Badeplatz war.

Doch nun ist das Wasser schwarz und brackig. Von Baden gehen kann nun keine Rede mehr sein. Grauweiden wachsen am und im Wasser. Andere Bäume sind ins Wasser gestürzt und so wächst der einstige Steinbruch immer mehr zu. Bauern der Umgebung hatten früher den Brockentuff für ihre Häuser und für Wege abgebaut. Doch nun wird es in vielleicht 500 Jahren hier nur noch ein Moor geben, da immer mehr Pflanzen im Wasser verrotten.

Dieser verwunschen anmutende Platz war heute nun Ziel eines Ausfluges mit meinen Kindern. Picknicken im Grünen. Die Natur beobachten. Auf dem Weg zum Steinbruch begleiteten uns sattgelb blühende Rapsfelder und sogleich lief uns auch ein Feldsandlaufkäfer über den Weg.

Nachdem wir uns einen Weg durch dorniges Gebüsch zum Weiher gebahnt hatten, suchten wir uns ein Stück Wiese, um die Picknickdecke auszubreiten. Da gab viel zu sehen. Enten stiegen laut schnatternd in die Luft, Bienen und Hummeln umsummten uns. Kohlweißlinge und Scheckenfalter tummelten sich auf den Blüten. Sogleich entdeckte mein Sohn eine größere Fläche mit Taubnesseln und dann pflückten wir ein paar Blüten und sogen den Nektar aus, ganz wie die Bienen es tun. Dann fiel uns ein, dass wir doch einmal Taubnesseltee probieren könnten. Also sammelten wir noch mehr Blüten, damit wir uns dann abends einen leckeren Tee bereiten können.

Plötzlich wurde es dunkel. die Sonne verschwand hinter den Wolken. Es fing an zu donnern. Schnell packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg zurück. Leider schafften wir es nicht ganz, trocken zum Auto zu kommen. Halb durchnässt, aber voller neuer Eindrücke, fuhren wir nach Hause, denn jetzt konnten wie den Taubnesseltee wirklich gebrauchen.

Die Bilder zum Ausflug:
http://bit.ly/mGNA6s

Rotkohl, Raps und Autobahn

Heute war ich wieder für eine kleine Fototour im Dresdner Westen unterwegs und bin sogar bis in den Kreis Meißen gelangt. Leider trübte sich alsbald der Himmel ein und es begann sogar zu regnen, ja sogar zu hageln. Dennoch habe ich ein paar Fotos schießen können, so z. B. die Autobahnbrücke der A17 zwischen Pennrich und Steinbach, ein Rotkohlfeld sowie überreife Weizen- und Rapsfelder. Durch die Nässe beginnen der Raps und der Weizen schon schwarz zu werden. Da wird es allerhöchste Zeit, um mit der Ernte zu beginnen.

Hier sind die Bilder zum Ansehen:
http://bit.ly/t150810